Wirbelsäule – Muskulatur an der Wirbelsäule und deren Funktion

Es ist kein Geheimnis, dass eine schlechte Haltung, ein bewegungsarmer Lebensstil und falsche Bewegungsabläufe zu großen Belastungen auf die Wirbelsäule ausüben, vor allem auf die Lendenwirbelsäule und die kleinen Rückenmuskeln.

Viele Menschen leiden unter einer Wirbelsäulendegeneration, die zumeist in Form von Rückenschmerzen auftreten. Bis sich die Nerven in dem betroffenen Bereich entzünden und es zu einem Bandscheibenvorfall kommt. Meist entsteht das Problem durch eine permanente Überbelastung der Wirbelsäule. Wir setzen im Alltag bei bestimmten Bewegungen die falschen Muskeln ein, was zum vorzeitigen Verschleiß der Gelenke und der Wirbelsäule beiträgt. Nach einer entsprechenden Therapie, wie zum Beispiel die Behandlung bei einem Osteopathen oder einem Physiotherapeuten können die Schmerzen verschwinden. Aber wenn die Bewegungsabläufe nicht nachhaltig verändert werden kommt es immer wieder zu Rückenproblemen. Die Schmerzen werden chronisch und zermürben uns. Wir schränken sämtliche Aktivitäten ein und schonen den Körper. Das ist der falsche Weg.

Durch ein Grundlagen Training trainieren wir den Körper auf effektive und ausbalancierte Bewegungsabläufe. Mechanische Ungleichgewichte und Muskelschwächen werden ausgemerzt.

Schwerpunktmäßig wird beim Grundlagen-Training der Rücken und die hintere Muskelkette, dass ist die unterstützende Tiefenmuskulatur, trainiert. Durch den Aufbau der Rückenmuskeln entsteht im Laufe der Zeit eine kraftvolle und schmerzfreie Bewegung. Ein weiterer Effekt ist eine gesunde Körperhaltung. Sie sehen selbstbewusster, fitter und energiegeladener aus als andere Menschen.

Die Übungen kräftigen und trainieren die kleinen Muskeln der Wirbelsäule, um den gesamten Lendenwirbelbereich zu stabilisieren. Sind diese Muskeln kräftig, sind sie in der Lage, die Wirbelsäule zu stabilisieren, während die benachbarten größeren Muskeln die Bewegungen ausführen.

Die Wirbelsäule lässt sich in drei Abschnitte einteilen:

Die Halswirbelsäule, die Brustwirbelsäule mit dem Brustkorb und die Lendenwirbelsäule (unterer Rücken). Wenn wir von aufrechtem Stand sprechen, stellt man sich die Wirbelsäule gern als senkrechte Säule vor. Das Gefühl, aufrecht zu sein, bezieht sich aber in Wahrheit auf die neutrale Position. Eine gute Haltung beruht auf dem Vorliegen der drei natürlichen Krümmungen im Rücken. Die zervikale Lordose am Hals, die thorakale Kyphose im Brustwirbelsäulenbereich und die lumbale Lordose im Lendenwirbelsäulenbereich. Am stärksten und stabilsten ist die Wirbelsäule in neutraler Position.